So funktioniert das belgische Gesundheitssystem: Beitritt zur Krankenkasse, Globale Medizinische Akte, Erstattungen und Notrufnummern.
Das belgische Gesundheitssystem ist leistungsfähig, funktioniert aber anders als in vielen Nachbarländern: Oft bezahlen Sie die Behandlung zunächst selbst und bekommen einen Teil erstattet. So nutzen Sie das System optimal.
Für Erstattungen müssen Sie Mitglied einer Krankenkasse sein (mutualité auf Französisch, ziekenfonds auf Niederländisch). Das ist Pflicht. Die Erstattungen richten sich nach den Tarifen des LIKIV (INAMI / RIZIV), des Landesinstituts für Kranken- und Invalidenversicherung.
Es gibt mehrere Krankenkassen und eine öffentliche Hilfskasse. In der Pflichtversicherung erstatten alle gleich viel; Unterschiede gibt es bei den Zusatzleistungen (Sport, Brillen, Ferienlager …) und beim Jahresbeitrag.
Wählen Sie einen Hausarzt (médecin généraliste / huisarts) in Ihrer Nähe und bitten Sie ihn, Ihre Globale Medizinische Akte (DMG / GMD) zu eröffnen:
1000Click-Tipp: Viele Praxen bieten Online-Terminbuchung an. Wenn Sie lieber Deutsch oder Englisch sprechen, fragen Sie bei der Buchung nach – manche Ärzte geben ihre Sprachen an.
| Situation | Nummer |
|---|---|
| Lebensbedrohlicher Notfall (Rettungsdienst, Feuerwehr) | 112 |
| Ärztlicher Bereitschaftsdienst außerhalb der Sprechzeiten | 1733 |
Auch Apotheken haben Notdienste; die Liste hängt meist im Schaufenster jeder Apotheke aus.
Die Krankenkasse übernimmt nicht alle Kosten eines Krankenhausaufenthalts, vor allem nicht im Einzelzimmer. Deshalb schließen viele eine zusätzliche Krankenhausversicherung ab – manchmal über den Arbeitgeber.
Offizielle Informationen finden Sie auf inami.fgov.be.
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